SG MTG/PSV Mannheim – PSG Mannheim 19:17 (10:6)
Es ist verdammt schwer, nach so einem Spiel einen vernünftigen Bericht zu schreiben. Die Enttäuschung bei den „Gelbhemden“ nach diesem verlorenem Spiel war groß. Wir hätten mit einer vernünftigen Leistung im Angriff dieses Spiel locker für uns entscheiden können. Leider, oder doch zum Glück, findet ein Spiel nicht im Konjunktiv statt. Was bringt es jetzt darüber nachzudenken, wie dieses Spiel vielleicht hätte laufen können, wenn wir 17 Würfe (!) nicht neben das Gehäuse des Gastgebers gesetzt hätten oder 3 verworfene Strafwürfe verwandelt hätten oder nach 18 gespielten Minuten statt einen Treffer mindestens 8 oder 9 erzielt hätten… Die nüchterne Realität sagt, dass nach 10 Spielminuten beim Stande 4:0 für die MTG/PSV unser Trainer gezwungen wurde, eine Auszeit zu nehmen. Diese brachte wenig bis gar nichts. Auch die ersten Wechsel brachten keine Veränderung. 7:1 (!) in der 18. Spielminute! Es bahnte sich ein gewaltiger Untergang an. „Jojo“ Wolz wurde von der Außenposition in die Mitte beordert. Diese Maßnahme brachte mehr Schwung und Dynamik. Über einen Zwischenstand von 9:3 kamen wir zu einem schmeichelhaften 10:6 Halbzeitstand. Obwohl wir im Angriff sehr miserabel gespielt haben, stand zumindest die Abwehr sattelfest. Aus der zweiten Halbzeit wurde eine richtige Abwehrschlacht. Beide Teams gingen äußerst hart, aber trotzdem sehr fair zur Sache. Kein Millimeter wurde dem Gegner geschenkt. Sehr schnell konnte der Anschluss (11:9, 13:12) hergestellt werden. Der Gegner spürte unseren Atem stets im Nacken. Die weiterhin äußerst mangelhafte Chancenverwertung verhinderte einen möglichen Ausgleich. Als in der 54. Spielminute der Gastgeber wieder einen 4-Tore Vorsprung (16:12) hergestellt hatte, dachten viele, dass damit die Entscheidung gefallen wäre. Eine Auszeit konnte unsere Reihe wieder stabilisieren. Der Angriff wurde umgestellt und mit zwei Kreisläufern gespielt. Tor um Tor wurde der Rückstand aufgeholt und tatsächlich kamen wir auf 18:17 heran. Der Gastgeber wackelte bedenklich. 60 Sekunden vor dem Schlusspfiff entschärfte ein gut aufgelegter Steve Simms wieder einen weiteren Ball und damit bekam PSG den letzten Angriff mit der Chance zum Ausgleich. Völlig überhastet und schlecht vorbereitet landete der letzte Wurf 25 Sekunden vor dem Ende, wie auch unzählige vorher an der Wand hinterm Tor. Der Gastgeber nutzte die offene Manndeckung gekonnt aus und erzielte mit dem 19. Treffer die endgültige Entscheidung. Der Sieg des Gastgebers ist nicht unverdient. Jetzt gilt, die Pause über die Feiertage zu nutzen um eigene Reihen zu konsolidieren und sich gut auf die Rückrunde vorzubereiten.
Es spielten: S. Simms, O. Fichtl, J. Wolz (3/1), Th. Trautmann (2), K. Hofer (1), L. Sichau (2), J. Forster (5/2), S. Thonke, J. Olek, A. Benz (5), D. Bajs
Zeitstrafe: MTG/PSV 8 min, PSG 6 min
Strafwürfen: MTG/PSV 5/5, PSG 6/3
